Mit der Wissenschaft im Boot fürs Para-Rudern aktiv
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Mit einem großartigen Schritt haben wir das alte Jahr beendet und sind gleichzeitig hochmotiviert für die Weiterarbeit im neuen Jahr 2026: Die Steinmühle empfing kurz vor Weihnachten das Gründungsteam von Para Move Marburg, der offenen Kontaktgruppe für den Para-Leistungssport in Marburg und Umgebung nach deren Kick-Off im November im Institut für Sportwissenschaft und Motologie an der Philipps-Universität Marburg. In diesem Gremium haben sich RuS-Cheftrainer Martin Strohmenger sowie Wissenschaftler und Para-Trainer zusammengeschlossen. An der Steinmühle besprachen sie jetzt Perspektiven für die Förderung des Para-Ruderns. Mit dabei waren auch Stephan Krüger, Vorsitzender der Ruder-Talentschmiede TARUS e.V. und ehemaliger Hochleistungsruderer sowie Maurits Juhre, Steinmühlen-FSJ’ler und ebenfalls Ruderer.

Zum Para Move-Gründungsteam gehören neben Martin Strohmenger: Prof. Dr. Martin Giese (Sportpädagogik Uni Marburg), Prof. Dr. Matthias Hoppe (Trainingswissenschaft Uni Marburg), Gerrit Arnold (Blindenfußball), Janosch Briel (Deutsche Blindenstudienanstalt Marburg/blista), Yves Pasquay (Landestrainer Blindenjudo), Stefan Weil (Cheftrainer Goalball SSG blista Marburg).

Angela Heinemann

 

DRV-Sportdirektor Robert Sens informierte sich in der Steinmühle
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Der Sportdirektor des Deutschen Ruderverbandes (DRV), Robert Sens, besuchte heute die Steinmühle. Bei einem Austausch mit Geschäftsführer Dirk Konnertz und Cheftrainer Martin Strohmenger informierte sich der Gast über pädagogische Konzepte von Schule und Internat und nahm anschließend die Sportanlagen in Augenschein. Der Kontakt zur Steinmühle, die mit ihrem Verein Rudern und Sport (RuS Steinmühle) dreimal in Folge Olympiateilnehmer hervorbrachte, soll aufrechterhalten werden.

 

 

 

Hochleistungsruderer setzen Maßstäbe bei Qualifikationsregatta für den Bundeskader
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Es war die letzte Überprüfung vor Zusammenstellung des Bundeskaders 2026. Und wie bestellt, brachten die Hochleistungsathleten des RuS Steinmühle beim Ergotest und auf der Langstrecke in Dortmund absolute Spitzenleistungen. Der Olympiateilnehmer und amtierende Deutsche Meister im Einer, Marc Weber, lag beim Ergo-Test auf Weltspitzenniveau und ließ auf dem Wasser alle 118 Mitstarter mit 10 Sekunden Vorsprung hinter sich.

Der vollblinde Lennard Koch, überhaupt erst seit einem Jahr Ruderer und Vorzeige-Athlet der inklusiven Kooperation zwischen der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) und Schule & Internat Steinmühle, verbesserte seinen persönlichen Bestwert auf dem Ergo um sage und schreibe 24 Sekunden. Damit spiegelte der 18-Jährige dem Bundestrainer seine Leistungsfähigkeit und gab gleichzeitig das Signal: Hier arbeitet ein Ausnahmesportler an seiner Zukunft.

Top Leistung pro Kilogramm Körpergewicht

Zunächst standen die Zeichen in Dortmund gar nicht auf Erfolg. Marc Weber, nach eigenen Angaben „schon mal fitter gewesen“, kenterte im Vorfeld der Rennen mit seinem Boot. Eine Stunde nach der vorgesehenen Zeit startete er an Position 60, nachdem er frierend in der Eiseskälte hatte ausharren müssen.

Die Widrigkeiten schienen den erfahrenen Ruderer nicht weiter zurückzuwerfen. Auf dem C2-Ergometer hatte er am Vortag seinen Wettkampftest über 2000 Meter bereits bravourös bestanden. Er wurde zwar „nur“ Zweitbester auf dem Ergo, wies aber beim Verhältnis zwischen Leistung und Körpergewicht einen Welt-Topwert auf, mit dem er sich, so Trainer Martin Strohmenger, „weit vor den Deutschland Achter-Fahrern“ einordnet.

 

Unter dem Dach des Talentsichtungsvereins TARUS

Die schon viele Jahre bestehende Ruder-Kooperation mit der blista bescherte dem Verein Rudern und Sport Steinmühle und dem vor kurzem als Instanz der Talentsichtung gegründeten übergeordneten Verein TARUS e.V. die Verbindung zu Lennard Koch, einem vollblinden Ruderer mit hohem Traininigsfleiß und guten körperlichen Ressourcen, wenn es um Hochleistungssport geht. Bei der blista, dem Standort des Para Nachwuchs Bundesleistungszentrums, gehört Lennard der Sehbehinderten Sportgemeinschaft SSG an und gilt in den Augen des Trainers als „exemplarisch und außergewöhnlich.“

 

Der erwähnte neu gegründete Talentsichtungsverein TARUS e.V., im Vorstand unter anderem vertreten durch Olympiasieger Filip Adamski und Weltmeister Stephan Krüger, versteht sich als Marburger Achse im olympischen und paralympischen Hochleistungssport. „Wir versuchen, durch die Erschaffung eines einzigartigen Netzwerkes die Kräfte für unsere Athleten auf dem Weg zu Olympia in Los Angeles 2028 zu bündeln.“

 

Stadt Marburg und Sportkreis sind mit im Boot

Fester Bestandteil der Kooperationspartner sind der Marburger Fachdienst 42 Sport-Bewegung-und gesunde Stadt sowie der Sportkreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf, die schon vom ersten Moment an ihre Unterstützung der Initiative zugesagt haben. Darüberhinaus stellt der Hessische Behinderten- und Rehabilitationssportverband (HBRS) eine Hauptsäule im „Finanzierungshaus“ der neuen Organisation dar.

 

Starker Rückenwind aus der Sportwissenschaft

Die nächste Ausbaustufe bei der Optimierung ist eine sportwissenschaftliche Unterstützung, die die Leistungssteuerung der Ruderer aus Marburg garantiert. Auf Initiative von Prof. Dr. Martin Giese, stellvertretender Leiter des Instituts für Sportwissenschaft und Motologie an der Marburger Philipps-Universität, und Prof. Dr. Matthias Hoppe vom Trainingswissenschaftlichen Institut der Marburger Philipps-Universität hat sich aus diesem Grund die Kontaktgruppe „Para Move“ gebildet. Zusammen mit den in Marburg ansässigen erfolgreichen Landestrainern des HBRS im Goalball, Judo und Blindenfußball werden jetzt neue Wege für die Optimierung der Trainings- und Lehrprozesse angestoßen.

Auf Einladung von Martin Strohmenger, der als HBRS-Landestrainer mit seiner Expertise ebenfalls Mitglied der Kontaktgruppe und  zudem Trainer der Marburger Vorzeige-Athleten Marc Weber und Lennard Koch ist, trifft sich das Gremium schon am 18. Dezember in der Steinmühle in Marburg, um die nächsten Schritte konkret energisch voranzutreiben.

Angela Heinemann

 

Steinmühle auf dem Weg zur Partnerschule des Rudersports mit dem Programm „Rudern-plus“
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Über die Profilschärfung des Rudersports an der Steinmühle und passende neue Strategien berichtete vor rund 50 interessierten Eltern und ihren Kindern der Ruderlehrer der Steinmühle, Martin Strohmenger, gleichzeitig Cheftrainer des Vereins Rudern und Sport Steinmühle. Zielgruppe des etwas mehr als einstündigen Vortrags waren diejenigen Schülerinnen und Schüler, die bereits jetzt aktiv am Rudersport teilnehmen, sei es im Wahlunterricht der Klassen 8/9, im Rahmen der Neigungsfach-Belegung der Klassen 8/9 oder in Klasse 6 durch eine Bündelung der früheren Mittags-AG.

 

Geballte Power unter dem Dach von TARUS e.V.

Unter dem Dach des neu gegründeten Vereins TARUS e.V., unter dem sich Steinmühle, die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) und der Verein Rudern und Sport Steinmühle vereinigen, wird das Rudern künftig komprimiert gefördert. „Wer sich begeistern lässt, aktiv rudert und in den Sport auch etwas Energie investiert, kann Anwärter für das TARUS-Future-Team werden“, erläuterte Strohmenger. Mit curricularen Anpassungen sei die Steinmühle auf dem Weg zur Partnerschule des Rudersports mit dem Programm Rudern-plus im Portfolio.

 

Portfolio und Personen vorgestellt

Der Trainer begrüßte an dem Abend nicht nur aktive Ruderer wie den deutschen Meister im Einer und Olympiateilnehmer Marc Weber, sondern auch die zahlreichen Ruderer aus der Leistungsriege des RuS sowie die Aktiven der kooperierenden blista, zum Beispiel den vollblinden Erfolgsruderer Lennard Koch. Sie alle trainieren regelmäßig und haben bei etlichen Regatten auch schon gute Erfolge eingefahren. Strohmenger berichtete von der ausgezeichneten Infrastruktur der Steinmühle und stellte zudem das mitarbeitende Team vor – angefangen vom Schulsport-Koordinator Rudern über die Geschäftsstelle und den angestellten FSJ’ler bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Die Vorstellung von Programm und Strukturen erfolgte in Anwesenheit der Schulelternbeiratsvorsitzenden Bianca Zenker.

 

Auftaktveranstaltung in Mannheim

Als Auftaktveranstaltung wird vom 23. bis zum 25. Januar ein Trainingswochenende in Mannheim durchgeführt. Im dortigen Landesleistungszentrum Kanu Baden-Württemberg stehen Unterkunft, Sporthallen und Steganlagen zur Verfügung. Für hochwertiges Essen ist gesorgt.

„Wer Lust hat, mit uns diesen Weg im Rahmen des neuen Schulkonzeptes ‚Rudern-plus‘ zu gehen, kann dort optimal testen, ob ihm Sport und Umfeld zusagen“, sagte Martin „Stromi“ Strohmenger.
Rund 20 Anmeldungen gibt es bereits; nur noch wenige Plätze sind frei. Als Kontakt steht der Trainer per Email gerne zur Verfügung martin.strohmenger@steinmuehle.net.

 

Verkaufsplattform für Kleidung

Auch die Kleidung betreffend hat „Stromi“ eine Information: „Unser Ausrüster stellt in Kürze eine digitale Verkaufsplattform zusammen, über die sämtliche Ruderbekleidung mit Logo des Vereins Rudern und Sport Steinmühle individuell erworben werden kann und als Sammelbestellung auf den Weg gebracht wird“.
Über Bestellcode und Link auf die Plattform und Bestellfristen wird in Kürze informiert.

Loslassen, eine Auszeit nehmen: LöwenMutKids zeigen ihre Graffitis

Als Kooperationspartner der LöwenMutKids weist der Verein Rudern und Sport Steinmühle gerne auf unten stehende Ausstellung hin und wünscht dem Veranstalter viele interessierte Besucher:

Schnupperangebot Para Schwimmen – jetzt ausprobieren!
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Rudern und Schwimmen sind zwei eng miteinander verbundene Sportarten. Als Landesleistungszentrum Para Rudern unterstützen wir sehr gerne auch ein Event zum Thema Para Schwimmen:

Am 22. November 2025 findet im Hallenbad Marburg-Wehrda ein Schnuppertraining im Para Schwimmen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung statt.
Egal, ob dein Kind schon sicher schwimmen kann oder gerade erst das Wasser für sich entdeckt – jede und jeder ist herzlich willkommen!

Wann: 22.11.2025, 10:00–12:30 Uhr
Wo: Hallenbad Wehrda, Zur Wann 10, 35041 Marburg
Anmeldung: per E-Mail an Landestrainer-paraschwimmen@hbrs.de

Bitte gebt dabei Name, Alter, Art der Einschränkung und Schwimmfähigkeit an.

Für Fragen steht Thomas Hoppe (Landestrainer Para Schwimmen) gerne zur Verfügung:
Tel: 0171 9270646
Mail: Landestrainer-paraschwimmen@hbrs.de

 

Im Trainingslager: Ohne Sehvermögen, aber mit vollem Einsatz
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Erfolgreiche Tage im Trainingslager Mannheim liegen hinter der Leistungsgruppe des Vereins Rudern und Sport Steinmühle. Bei guten Bedingungen holten die Sportlerinnen und Sportler das Beste aus sich heraus. Unter ihnen ein 18jähriger vollblinder Schüler der blista (Deutsche Blindenstudienanstalt), der in vollem Umfang das 2malige Training ohne Mühe mitfuhr, wie Rudertrainer Martin „Stromi“ Strohmenger berichtete. Als Betreuer und Lieferant der Fotos fungierte Maurits Juhre, Steinmühlenabiturient 2025 und selbst Leistungsruderer. Vielen Dank dafür! Die Steinmühle hat seit Jahren inklusiven Wassersport im Angebot und ist als Landesleistungszentrum Pararudern ausgezeichnet.

Kennenlernen, ausprobieren, netzwerken: Erfolgreicher erster Info-Tag Para Rudern
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Die Lahn führte ordentlich Wasser, und die beiden Gig-Doppelvierer mit Steuermann warteten. Wer traut sich? Unter Anleitung von Martin Strohmenger, an der Steinmühle und in der Ruderwelt nur „Stromi“ genannt, ließen sich praktisch alle überreden, ins Boot zu steigen, die zum Info Tag Para Rudern ans Bootshaus der Steinmühle gekommen waren. Das waren junge Menschen mit Handicap, aber auch deren Eltern und sogar Vertreterinnen des Hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes (HBRS) und der LöwenMutKids.

 

Die ersten Meter zu Wasser

Mit fachmännischer Unterweisung anhand jeder Menge Erfahrung war plötzlich alles einfach. Hinein ins Boot, das zwar erst wackelte, aber nicht kippte, zack abstoßen – und los geht es, die Lahn hinauf. „Die bleiben aber lange weg“ stellte die wartende Gruppe fest und bekam später die Bestätigung, wie toll es war, das erste Mal im Leben aktiv im Ruderboot zu sitzen. Auch der zweite Schwung an Besuchern entschloss sich später zur Bootstour – so wurde der Nachmittag verbracht. Auf der Tour gab es nützliche Erläuterungen und jede Menge Informationen übers Rudern, mit und ohne Handicap. „Einmalig, wirklich sagenhaft“ – die Gäste waren voll des Lobes über Trainer Martin Strohmenger und seine Art, Menschen ohne Rudererfahrung bei den ersten Schritten zu Wasser zu begeistern.

 

HBRS als wertvoller Partner 

Schirmherrin Ines Prokein und Lara Prokein vom HBRS sowie Astrid Lang von den LöwenMutKids werden das Projekt Para Rudern an der Steinmühle weiter mittragen beziehungsweise unterstützen. Während der HBRS als Sportverband in Hessen für Menschen mit Behinderung sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch für Erwachsene gerne Ansprechpartner in Sachen Sport ist, bieten die LöwenMutKids als Einrichung des Vereins Leben mit Krebs Marburg e.V. Kindern und Jugendlichen Hilfestellung beim Umgang mit der Krebserkrankung Angehöriger. „Wie wunderbar ist dieses Angebot, bei dem die jungen Menschen im Ruderboot einmal für einige Zeit abschalten und den Kopf frei bekommen“, freute sich Astrid Lang.

 

Dank an alle, die halfen

Die Steinmühle dankt allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben: Den interessierten Familien, Ines Prokein und Lara Prokein vom HBRS, Astrid Lang von den LöwenMutKids, aber auch den Helfern Johannes Germano und Leonard Germano, die als aktive und erfolgreiche Ruderathleten vor Ort mit anpackten. Ein dickes Dankeschön auch an Lina und Jola Strohmenger für das hingezauberte kalte Buffet, an dem sich alle Erschienenen stärkten und die Essenszeit für intensiven Austausch nutzten.

Es wird, so sind wir sicher, nicht das letzte Treffen gewesen sein zwischen Vertretern der Steinmühle, Unterstützern und Menschen mit Behinderungen, die Lust zum Rudern haben.

 

Bootshaus Steinmühle Marburg: Info-Tag Para Rudern am 30. August
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SAVE THE DATE: Am Samstag, 30. August, findet am Bootshaus des Vereins RuS Steinmühle Marburg von 10 bis 16 Uhr ein Info-Tag zum Thema Para-Rudern statt. Angesprochen sind Menschen, die trotz körperlicher Einschränkungen gerne rudern möchten. Wie das funktionieren kann, erläutern vor Ort RuS-Trainer Martin Strohmenger und Ines Prokein vom Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS). Das Inklusionsrudern mit Sehenden und Sehbehinderten in einem Boot ist an der Steinmühle schon seit Jahren etabliert. Angesprochen sind für die aktuelle Veranstaltung aber nicht nur Personen mit Einschränkungen beim Sehen, sondern auch Menschen mit anderen körperlichen Handicaps. Die Veranstaltung des RuS Steinmühle ist ein Kooperationsprojekt mit dem HBRS und der blista (Deutsche Blindenstudienanstalt Marburg). Kontakt und Anmeldung gerne über unseren Trainer „Stromi“ martin.strohmenger@steinmuehle.net, Telefon 0152-54248254.

Zwei weitere Titel für Steinmühlen-Spitzenruderer Marc Weber
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Marc Weber, olympia-erfahrerer Spitzenruderer des RuS Steinmühle, hat seiner sportlichen Erfolgsgeschichte gleich zwei weitere Titel hinzugefügt.

Bei den deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende auf dem Elfrather See bei Krefeld holte sich der 27-Jährige den deutschen Meisterschaftstitel im Doppelzweier. Zusammen mit dem Würzburger Joachim Agne verwies Marc Weber die Konkurrenz in 3:07,36 Minuten auf die Plätze.

Dank großartiger Leistungen ist Marc inzwischen auch Deutscher Hochschulmeister im Einer.

Alle Ruderathletinnen und -athleten des RuS Steinmühle und die ganze Steinmühlengemeinde gratulieren!