Ein Dutzend Siege und Lahnpokal: RuS Steinmühle sahnte ab bei der 112. Gießener Pfingstregatta

Mit sage und schreibe 12 Siegen in der Tasche trat der Verein Rudern und Sport Steinmühle den Heimweg von der 112. Gießener Pfingstregatta an. Das Konzept der Traditionsveranstaltung mit seinem Mix aus Spitzen- und Vereinssport passte wieder einmal genau zum Anspruch des Steinmühlen-Rudervereins, sowohl Leistungsrudern als auch Vereinsrudern zu unterstützen. Dass die Bilanz in Gießen für die Steinmühle so großartig ausfiel, bewies einmal mehr: Hier sind die richtigen Menschen am richtigen Ort.

Obwohl inzwischen internationales Parkett gewöhnt, hatte sich Marc Weber entschieden, wieder mal in der Heimatregion zu starten. Beim Ausrichter kam dieses Besinnen auf die Wurzeln gut an, und erwartungsgemäß holte Marc, dem die Olympia-Tickets winken, zwei Siege und den Lahnpokal. Auch die Junioren A- und Junioren B-Rennruderer des RuS entschieden die Wettbewerbe für sich. Johannes Germano holte vier Siege und war sowohl im Junioren B- als auch im Junioren A-Wettbewerb Zeitschnellster. Lilu Schmidt kam ganze fünf Mal als Schnellste ins Ziel. Die talentierte Steinmühlenruderin beeindruckte auch zusammen mit ihrer Ruderpartnerin aus Eltville, Sofiia Krasnova, im Doppelzweier. “Dieses Duo könnte eine erfolgreiche Zukunft vor sich haben”, prophezeit Steinmühlentrainer Martin “Stromi” Strohmenger.

 

Klasse Auftritt von Maurits Juhre

Der Trainer lobte auch die enormen Leistungen von Maurits Juhre. Zusammen mit Johannes Germano fuhr Maurits, der zuvor schon in München beeindruckt hatte, die zeitschnellsten Einerrennen. Maurits ging auch mit seinem Frankfurter Ruderpartner im “Entwicklungszweier” auf die Strecke, und das mit einem sagenhaften Erfolg: Von insgesamt 15 Startern fuhren sie sie schnellste Zeit ein. “Beide trainieren in vorbildlicher Weise”, erklärte Strohmenger und sieht in dieser Bootsbesetzung eine sehr gute Perspektive für 2025.

Gemeldet hatte zur Pfingstregatta auch Paula Koch. Ihr machte eine kurzfristige Erkrankung einen Strich durch die Rechnung. Gestartet wären auch verschiedene Ruderinnen und Ruderer aus der Altersklasse U 15 – wenn sie sich nicht auf Pfadfinderfreizeit befunden hätten.

 

Geschlossenes Auftreten ein tolles Signal

“All diese Ergebnisse sind klasse”, freut sich Trainer Strohmenger. Fast noch wichtiger findet der Trainer den gezeigten Zusammenhalt im Team und das geschlossene Auftreten der jungen Athletinnen und Athleten, zumal alle rennrudernden RuS-Aktiven in Gießen gestartet seien.

Die nächsten Veranstaltungen stehen für die RuS-Athletinnen und Athleten schon fest im Kalender. Marc Weber geht als nächstes vom 14. bis 16. Juni beim Weltcup III in Poznan an den Start, Johannes Germano, Lilu Schmidt, Maurits Juhre und sein Ruderpartner bei der 2. Internationalen DRV-Juniorenregatta in Hamburg vom 1. bis 2. Juni. Bei der 88. Kasseler Ruderregatta am selben Wochenende fällt der Landesentscheid für den Bundeswettbewerb. Dort werden Leonhardt Germano und Nils Grunwaldt ihr Können unter Beweis stellen.

 

 

Johannes, Lilu, Maurits: Spitzenerfolge des Ruder-Nachwuchses an der Steinmühle

Sagenhafte Erfolge errangen bei der Regatta der Offenbacher Rudergesellschaft “Undine” die Nachwuchsathletinnen und -athleten des RuS Steinmühle. Sie holten insgesamt sieben Siege, vier davon verzeichnete allein Johannes Germano. Der talentierte und trainingsfleißige Ruderer verbuchte auf sein persönliches Konto alles in allem acht Siege.

Auch äußerst erfolgreich: Lilu Schmidt. Mit nicht einmal 15 Jahren ging sie bei drei von vier Starts als Erste ins Ziel – und das bei einem Wettbewerberfeld aus 15-/16jährigen und sogar 18jährigen. – Welch ein Fest!

Mit dieser Regattabilanz holte der Verein Rudern und Sport (RuS) Steinmühle um ein Haar auch den Gesamtpokal des Tages; er verpasste diesen nur um einen Punkt. “Trotzdem wurden wir Zweiter – und das bei rund 30 Vereinen aus ganz Hessen und Umgebung”, freut sich Trainer Martin Strohmenger.

Aussicht auf künftige Spitzenplätze haben derzeit auch weitere Aktive des RuS Steinmühle. Zu nennen sind hier Leonhardt Germano und Nils Grunwaldt, die in der Altersklasse der 12/13jährigen in Offenbach aufs Wasser gingen, im Einer bzw. Zweier nur knapp verloren und wertvolle Regattaerfahrungen mit nach Hause nahmen.

Währenddessen zeigte bei der Internationalen Junioren-Regatta in München das 17jährige RuS-Nachwuchstalent Maurits Juhre einmal mehr sein Können. Bei dem größten Junioren-Event Europas behauptete sich der ehrgeizige Steinmühlen-Ruderer in dem multinationalen und hochklassig besetzten Starterfeld mit einem hervorragenden 4. Platz im B-Finale.

Jungs und Mädels, wir sind stolz auf euch!

Fotos: Guido Germano

Zweier vom RuS Steinmühle ruderte aufs EM-Podium
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Bronze für unseren Zweier Marc Weber/Jonas Gelsen: Mit dem Selbstbewusstsein aus den Vorläufen gestärkt, gingen Marc Weber vom RuS Steinmühle und sein Ruderpartner Jonas Gelsen heute ins A-Finale der Ruder-Europameisterschaften in Ungarn. Schon bald zeigte sich, dass die Konkurrenz aus Rumänien, die der Steinmühlen-Zweier noch im Vorlauf hinter sich lassen konnte, in diesem Rennen dominierte und kaum aufzuholen war –  hatten die Rumänen doch aufgrund der besseren Zeit im Halbfinale bei schlechten Windbedingungen auch die beste Ausgangsposition. Auf etwa halber Strecke gelang den Steinmühlen-Athleten, den Mitbewerber Spanien kurzzeitig auszuschalten. Dieser Vorsprung konnte kurz vor Schluss leider nicht mehr gehalten werden. Unsere Athleten fuhren dennoch ein gigantisches Rennen und können auf eine enorme Entwicklung zurückblicken. Mit diesem dritten Platz errang Deutschland in dieser Bootsklasse die erste Medaille seit 2016. Wir gratulieren!

Ruder-EM in Ungarn: Steinmühlen-Zweier dominierte auch das Halbfinale
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Sieg für unseren Ruderer: Marc Weber (RuS Steinmühle Marburg) und Jonas Gelsen (RC Nassovia Höchst) gewannen heute im Halbfinale des Männer-Doppelzweiers bei den Europameisterschaften im ungarischen Szeged den Vorlauf in 6:42,75 min. Über die Strecke führten die hoch gehandelten Italiener, die in Varese vor knapp zwei Wochen die Silbermedaille klar vor dem hessischen Duo gewannen. Marc und Jonas zeigten aber auf der Strecke ihre beeindruckende Geschwindigkeit und zogen an der 1500m-Marke unaufhaltsam vorbei. Damit geht es am morgigen Sonntag im Finale um 13.39 Uhr um die Medaillen.

Ruderer der Steinmühle souverän im EM-Halbfinale
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Es läuft gut für den Steinmühlenruderer Marc Weber und seinen Ruderpartner Jonas Gelsen: Bei den Europameisterschaften im ungarischen Szeged überzeugten sie mit der schnellsten Vorlaufzeit. Der Doppelzweier legte damit einen optimalen EM-Start hin und zieht mit diesem Ergebnis ins Halbfinale ein. Start ist am Samstag, 27. April, um 11.30 Uhr.

Vier erste und drei zweite Plätze: Starker Saisonstart für Maurits Juhre und Johannes Germano

Toller Saisonauftakt für unsere Ruderer vom RuS Steinmühle: Maurits Juhre und Johannes Germano starteten am Wochenende bei der 52. Frühregatta am Aasee in Münster so richtig durch. Maurits ging gleich vier Mal über 2000 Meter an den Start, behauptete sich selbstbewusst gleich 3x auf Platz zwei und wurde 1x Dritter. Auch Johannes fuhr vier Rennen, und zwar über eine Distanz von 1500 Meter. Der zum RuS Steinmühle gewechselte Nachwuchsathlet gewann bravourös alle vier Rennen mit Abstand  – welch ein Fest! Trainer Martin Strohmenger zeigte sich angetan: “Beide Ruderer haben an diesem Wochenende positives Feedback und weitere Erfahrung gesammelt, was ihnen für die nächsten Regatten auf jeden Fall zugute kommen wird”. Die nächsten Starts erfolgen in zwei Wochen in Offenbach und danach in Gießen. – Weiter so, Jungs! Wir drücken euch die Daumen!

LOTTO Hessen wird Sponsor des Hessenzweiers
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Der aktuelle Männer-Doppelzweier des Deutschen Ruderverbands geht mit neuen Hoffnungen und dem Titel „LOTTOZWEIER“ in die Olympische Saison 2024. Der sogenannte Hessenzweier hat mit Lotto Hessen einen Sponsoringvertrag bis zu den Olympischen Spielen abgeschlossen. Marc Weber (RuS Steinmühle Marburg) und Jonas Gelsen vom RC Nassovia Höchst bilden das vielversprechende Duo, das in der Vergangenheit bereits mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat 🏆. Das erste Rennen der Saison 2024 steht unmittelbar bevor. Am heutigen Freitag, 12. April, starten die beiden Ruderer im Vorlauf auf dem ersten Weltcup in Varese 🇮🇹 und werden alles daran setzen, einen erfolgreichen Auftakt hinzulegen. Die Fans dürfen gespannt sein auf spannende Wettkämpfe und hoffentlich weitere Erfolge des Zweiers aus Hessen, der nun als LOTTOZWEIER in die neue Saison startet. Viel Erfolg!

🔜 Route to Paris!
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Herzlichen Glückwunsch an Marc Weber (RuS Steinmühle) und Jonas Gelsen! Beide konnten am Dienstag, 19.03., fantastische Leistungen auf dem letzten Ergotest (Ratzeburg) vor Olympia 2024 erreichen!
Jonas zog mit einer Zeit von 5:42 min über 2000m einen extrem seltenen Bestwert 💪🏻
Marc konnte für ebenfalls beeindrucken: In Bezug auf sein Körpergewicht zog er eine Zeit von 5:48 min über die 2000m – einer der besten Werte weltweit! 👋🏻

Alle Konzentration liegt jetzt auf dem Weg zur Teilnahme an Paris. Intern werden am heutigen Donnerstag, 21.03., in Hamburg nochmals alle Boote gegeneinander antraten. Marc und Jonas gehen um 10.10 Uhr an den Start. Auf geht’s, mit Selbstvertrauen und eurer Vormachtstellung haben wir keine Zweifel mehr – wie sind schon jetzt stolz auf euch!

Maxim und Lennart absolvierten ihre erste Saison in der Ruder-Bundesliga
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Die Steinmühlenruderer Maxim Dyck und Lennart Holly haben ihre erste Rudersaison in der Ruder-Bundesliga beendet. Zusammen mit einem stark verjüngten Team im Achter der Sparkasse Gießen steigerten sie sich während des Saisonverlaufs immerhin bis auf Tabellenplatz 12. Die beiden Leistungssportler sind zuversichtlich, ihre Erfolge in dem in Deutschland prestigeträchtigen Format noch weiter ausbauen zu können. Nicht unerwähnt bleiben soll der Cheftrainer des Gießen-Achters, Rainer Koppmann (84), der bereits den Ruderlehrer und Erfolgstrainer der Steinmühle, Martin „Stromi“ Strohmenger, betreute. Lieber Maxim, lieber Lenny, die Steinmühle drückt euch für eure Rudererfolge weiter die Daumen!

WM-Teilnehmer Moritz Hagen: “Der Parasport bleibt unter seinen Möglichkeiten”
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Der 18jährige sehbehinderte Ruderer möchte Sportler:innen mit Einschränkungen mehr im Fokus wissen

 

Moritz, du bist 18, besuchst die blista aufgrund einer Sehbehinderung, ruderst erst seit anderthalb Jahren und hast dich zusammen mit deinem Ruderpartner gleich für die WM in Belgrad qualifizieren können. Das lässt Talent und eine Menge Ehrgeiz vermuten…

Moritz: Ich bin positiv an die Sache herangegangen, zuletzt mit intensiver Vorbereitung im Trainingslager in Köln. Tatsächlich hätte ich es mir noch Anfang des Jahres nicht erträumt, zumal der Ergotest in Leipzig bei mir auch nicht das beste Ergebnis hervorbrachte. Aber ich hatte eine gute Betreuung durch meinen Trainer Martin Strohmenger.

Dein Rezept?

Moritz: Durch konsequentes Training konnte ich mich verbessern, sodass ich dann auch mit zur Internationalen Pararegatta nach Paris kam. Dort konnte unsere Bootszusammensetzung des “Zweier-ohne” auch den Bundestrainer und weitere Beteiligte gut überzeugen, sodass wir dann für die WM nominiert wurden.
Das hieß die letzten Wochen natürlich viel Training – zwei zweiwöchige Trainingslager und natürlich konsequentes Training in der Zwischenzeit.

Das war logistisch nicht immer ganz einfach, oder?

Moritz: Neben dem Training häuften sich die Reisen zwischen Marburg, den Trainingsorten und der Heimat an. Geburtstagsfeiern und Urlaub musste ich missen, aber da muss man ja Prioritäten setzen.

Zu Hause heißt in Oberschöna, in Sachsen. Da hast du kein Boot und kein Wasser, oder?

Moritz: Ich habe mir dort ein alternatives Trainingsprogramm gestaltet, mit Radfahren, Joggen. Damit konnte ich mich bisher ganz gut arrangieren.

 

Das Motto: Don’t let yourself be limited

 

Wie gehst du damit um, wenn du mal nicht gut drauf bist?

Moritz: Kleine Rückschläge und Training bei schlechtem Wetter und Regen waren häufiger dabei, wo die Motivation dann kurzzeitig fehlte. Aber mit dem Gedanken, zur WM zu kommen, konnte man sich auch nach solchen Momenten immer wieder aufraffen. Und Disziplin gehört natürlich auch immer dazu. Was mich stört, ist die geringe Sichtbarkeit der Parasportler. Das ist für mich eine wichtige Sache, die ich ändern möchte.

Kannst du das erläutern?

Moritz: Die Leistungserbringung mit einer Einschränkung wird wenig kommuniziert. Und man sieht mir meine Behinderung ja nicht unbedingt an. Der Parasport bleibt unter seinen Möglichkeiten. Aber ich habe verschiedene Ideen, das zu ändern…

Möchtest du schon etwas verraten?

Moritz: Ein erster kleiner Schritt ist mein Instagram-Account, mit meinem Namen unter blindrowing_idc.

Und das steht wofür?

Moritz: Das steht für “I don’t care”. Ich rufe auf meinem Account dazu auf “don’t let yourself be limited”.

Dann wünschen wir dir viele Follower. Und wegen der weiteren Ideen hören wir in Kürze wieder voneinander…