Beim Rudern in Portugal viel gelernt und persönlich weiterentwickelt
In südeuropäischen Gefilden, gesäumt von Palmenwedeln, geht man mental gleich anders zur Sache: Die Chance zur Teilnahme an einem Trainingslager in Portugal hatten über die Jahreswende gleich 13 Athletinnen und Athleten der Steinmühle ergriffen – vom Hobby-Ruderer über unsere Para-Sektion bis hin zum Weltklassevertreter und Olympiateilnehmer. Eine herausfordernder und gleichzeitig schöner Trip hinsichtlich Reise und Rudern, berichtete Cheftrainer Martin Strohmenger.
Manpower vom Nachbarverein
Rudern ist einerseits Individualsport, er fordert aber das gesamte Team, auch im sozialen Miteinander. Neben ruderischem Erkenntnisgewinn erfuhren die Sportlerinnen und Sportler auch, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. In einer Transportgemeinschaft mit den Ruder-Mitstreitern aus Hannover beförderte Martin „Stromi“ Strohmenger auf dem Steinmühlen-Anhänger 28 Boote zuzüglich Zubehör über die 2.250 Kilometer lange Strecke. Bei der Aktion konnte er spontan auf die Hilfe von Dirk Heller zählen, Bootswart bei der Hassia Gießen.
Umgang mit Strömung, Wind und Wellen
Gute Vorarbeit und bewährte kommunikative Skills des Trainers mit dem neuen Betreiber sorgten vor Ort dafür, dass attraktive Trainingscamp auch für das kommende Jahr sichergestellt werden konnte. Sehr gute Unterbringung und Ruderbedingungen, die dem Begriff „Training“ alle Ehre machten, lassen dieses Event bei den Steinmühlen-Aktiven regelmäßig in der Beliebtheit ansteigen. Gerudert wurde im Rio Mira, einem Fluss-Ableger des Atlantik, der nicht nur bis zu 300 Meter Breite bot, sondern auch gezeitenabhängige Bedingungen. Es fuhr niemand nach Hause, den bei Regatten oder gar auf der überschaubaren Lahn kleine Windböen jemals wieder stören werden.
Erfahrungen im sozialen Miteinander
Das Wetter gestaltete sich diesmal etwas gemischt und bot nicht ganz die Temperaturen, die bei früheren Besuchen schon vorgefunden wurden. Die Zusammensetzung aller Teilnehmenden inklusive Athletinnen und Athleten des Hessischen Ruderverbandes sowie mitfahrende Eltern und Ruderer aus Polen, England und Österreich sorgten für bis zu 60 Booten auf dem Wasser und viele persönlichkeitsbildende Erfahrungen im sozialen Miteinander.
Das nächste Trainingslager wartet
„Unsere Gruppe wird sicherlich die Gastfreundschaft dort vermissen, und auch das super Essen mit Fisch, Fleisch, Gemüse, Sushi und Pizza – all you can eat“ berichtete „Stromi“. Er bereitet derweil schon das nächste Trainingslager am kommenden Wochenende im Landesleistungszentrum Baden Württemberg am Standort Mannheim vor, mit über 17 Teilnehmern. „Wir haben derzeit viele neue junge Ruderbegeisterte, die sich mit Enthusiasmus auf die Sportart einlassen.“
Angela Heinemann







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